Beratung von gleich zu gleich

Peers

Das Programm Wegbegleiter kooperiert mit der größten Selbsthilfevereinigung in diesem Bereich, der Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten in Deutschland e.V. – FGQ. Das sogenannte Peer Counseling, also die Beratung von Betroffenen durch andere Betroffene, ist eines der zentralen Anliegen der FGQ. Erfahrene und geschulte Querschnittgelähmte teilen ihre Erfahrungen und helfen, dass Sie Ihren Weg finden können. Auch über den Wegbegleiter können Sie sich mit den Peers verbinden, lernen Sie hier ihre Geschichten kennen.

Lernen Sie die Peers kennen!

Olaf Niebisch
„Hört niemals auf, euch selber in Frage zu stellen, das ermöglicht euch, mit der Querschnittlähmung umzugehen.“

Marion Bender
„Mich begeistert an der Peer Arbeit, dass wir den Menschen in der Klinik und zuhause zur Seite stehen“.

Georg Dietrich
„Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht“.

Alexander Sturm
„Das Wegbegleiter-Programm und wir Peers sind eine Quelle zur Lösungsfindung.“

Reiner Evers
„Immer positiv durch den Alltag zu gehen. Es gibt für jedes Problem eine Lösung!“

Peers deutschlandweit
Finden Sie einen Peer in Ihrer Nähe! Fragen Sie direkt bei Betroffenen nach.

Bundesweites Peer-Netzwerk

Bereits seit der Gründung im Jahre 1981 setzt die FGQ als bundesweiter Verband und einer der Hauptansprechpartner für das Thema Querschnittlähmung auf die wichtige Beratungsarbeit von Betroffenen für Betroffene. Die FGQ bietet hierfür eine organisierte Plattform und ein Netzwerk von mittlerweile über 60 erfahrenen und speziell geschulten Querschnittgelähmten in ganz Deutschland. Der Anspruch des FGQ-Peer-Counseling ist nicht, sich nur zum Kaffeetrinken zu treffen, sondern vielmehr eine echte Unterstützung von Menschen, die neu in der Querschnittgelähmtensituation sind. Der Peer gibt seine vielfältigen Erfahrungen zu relevanten Themen weiter oder er benennt Ansprechpartner.

Eine Vielzahl von Kenntnissen ist notwendig, um professionell beraten und helfen zu können – das ist nicht zu unterschät­zen. Neben der Fähigkeit zuzuhören, sind Einfühlungsvermögen und eine offene Kommunikationsfähigkeit Voraussetzung, um die teils sehr anspruchsvollen Situationen bei der Beratung zu meistern.

Das Peer Counseling ist jedoch keine Erfindung der FGQ. Erstmals wurde dieses Beratungskon­zept im Rahmen der „Selbstbestimmt-leben-Bewegung“ in den USA entwickelt und ist bis heute Grundlage für praktisch alle Organisationen, die eine Beratung „von gleich zu gleich“ anbie­ten. Die Unterstützung durch Peers wird auch in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen als wirksame und geeignete Maßnahme gefordert, denn Peer Support dient dazu, „Menschen mit Behinderungen in die Lage zu versetzen, ein Höchstmaß an Unabhängigkeit, Selbstbestimmung, umfassende körperliche, geistige, soziale und berufliche Fähigkeiten sowie die volle Einbeziehung in alle Aspekte des Lebens und die volle Teilhabe an allen Aspekten des Lebens zu erreichen und zu bewahren“ (Quelle: www.behindertenrechts­konvention.info/rehabilitation-3914). Dieses deckt sich zu 100 % mit den Aufgaben der FGQ. Denn bezogen auf die Zielgruppe der FGQ, also Men­schen mit einer Querschnittlähmung, sind alle Tätigkeiten des Verbandes auf die Verbesserung der Lebenssituation ausgerichtet.

 

Wie funktioniert das Peer Counseling?

Bereits in der Erstreha geben die „alten Hasen“ vielfach Informationen an Menschen weiter, die dort neu mit einer Querschnittlähmung konfrontiert sind. Viele haben auf diesem Wege zum Bei­spiel erfahren, wie man sich im Sitzen umzieht, welche die besten Urlaubsorte für Rollstuhlfahrer sind oder wo man sein Auto umbauen lassen kann.

Überall dort, wo Gelegenheiten für eine Begegnung bestehen, ergibt sich auch die Möglichkeit für den wichtigen Austausch mit anderen Betroffenen. So auch beim Sport oder in regionalen Selbsthilfegruppen, wo ganz selbstverständlich Infos und Tipps an die Kollegen weitergegeben werden. Genau da docken die Peers der FGQ an. Viele der Peers sind neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für die FGQ auch in Sportvereinen oder anderen Verbänden aktiv und in der Region gut vernetzt. Vor Ort stellen die Peers Kontakt zu anderen Betroffenen her, die gleiche Interessen haben oder ähnliche Probleme lösen mussten.

Auf diese Weise werden die Ratsuchenden ermutigt und unterstützt, ein persönliches Netzwerk zu bilden. Dieses Netzwerk ist nach der Erfahrung der FGQ ein wichtiger Baustein für den Wie­dereinstieg in ein selbstbestimmtes Leben inmitten der Gesellschaft.

Kompetente Beratung und Begleitung durch Betroffene

Das Wegbegleiter-Programm wird durch die Selbsthilfeorganisation für Querschnittgelähmte, die Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten in Deutschland e.V. (FGQ), unterstützt. Die FGQ bietet ein bundesweites Netzwerk an selbst querschnittgelähmten Beratern, den so genannten „Peers“. Die Peers gibt es an allen Querschnittgelähmtenzentren in Deutschland. Ansprechpartner ist der Sozialdienst in der Klinik oder die Geschäftsstelle der FGQ. Weitere Infos finden Sie unter www.fgq.de und an dieser Stelle. Hier stellen sich die Peers vor und erzählen ihre ganz persönlichen Geschichten. Möchten Sie zu einem Peer Kontakt?
Dann melden Sie sich hier zum Wegbegleiter an und wenden sich an Ihren Ansprechpartner!